„Was man einem Kind beibringt, kann es nicht mehr selbst entdecken.
Aber nur das, was es selbst entdeckt, verbessert seine Fähigkeiten,
Probleme zu verstehen und zu lösen" (Piaget)

Aufgrund dieses von Piaget beschriebenen Verständnisses von kindlichem Lernen hat die Offene Bildungsarbeit
bei uns eine lange Tradition. Schon immer bieten wir Kindern die Möglichkeit, ihren Interessen
in unseren Lernwerkstätten nachzugehen und entwickeln unser Pädagogisches Konzept dazu stets weiter.

Wenn Kinder die Möglichkeit haben, interessensgeleitet zu spielen, zu entdecken und zu erleben,
dann findet nachhaltige Bildung statt. Diese Momente sind in einem Kinderleben sehr prägend und bieten
den bestmöglichen Bildungserfolg. Aus entwicklungspsychologischer und lernpädagogischer Sicht sowie
anhand der Ergebnisse der Hirnforschung wissen wir, dass sich bei interessensgeleitetem Lernen die Synapsen
im kindlichen Gehirn nachhaltiger verknüpfen. Dies wiederum schafft die Voraussetzung für einerseits Nachhaltigkeit
und andererseits immer neue und auf das Erlernte aufbauende Lernerfahrungen.

Deswegen ist es uns wichtig, das Interesse der Kinder am Entdecken zu nutzen und ihnen die Möglichkeit
für genau diese wertvollen Bildungserfahrungen zu geben. So ist es kein Wunder, dass bei der Offenen Arbeit
in Lernwerkstätten nicht nur die Spielfreude der Kinder zunimmt sondern auch Aufmerksamkeit und
Konzentrationsspanne ansteigen.

Natürlich begleiten wir die Kinder bei der Entwicklung ihrer Interessen und bieten ihnen immer wieder
verschiedene Erfahrungsräume und Handlungsfelder an. Wir respektieren aber grundsätzlich
die Entscheidung der Kinder, womit sie sich beschäftigen möchten - weil wir wissen,
dass eine interessensgeleitete Herangehensweise an die Welt nicht nur mehr Spaß macht,
sondern auch mehr Lernerfahrung und -erfolg bietet.

Unseren Mitarbeiterinnen ist es ein Herzensanliegen, Kinder bei ihren Lernerfahrungen zu begleiten und
zu unterstützen und ihnen optimale Entwicklungschancen zu bieten.